Durch die steigende Übergewichts-Epidemie der westlichen Welt verbunden mit Diabetes Typ 2 und diversen anderen Volkskrankheiten, hat sich eine vermeintlich „gesündere“ und vor allem kaloriensparende Alternative zu hochkalorischem Haushalts-Zucker in vielen Nahrungsmitteln durchgesetzt: Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe.

 

Synthetische Süßstoffe: Saccharin, Sucralose, Aspartam

Zu Synthetischen Süßstoffen wie Saccharin, Sucralose (SplendaÒ), Aspartam, Cyclamat und diverse weitere. Unter den synthetischen Süßstoffen, die ausschließlich industriell hergestellt werden und nicht in Lebensmitteln natürlicherweise vorkommen, ist Saccharin als ältestes Produkt immerhin schon seit Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Markt.

Laut der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es trotz widersprüchlicher Studienlage keine Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko durch synthetische Süßstoffe (in üblicher Dosierung). Dementsprechend sind eine ganze Reihe davon auch in der EU bedenkenlos zugelassen.

 

Natürliche Süßstoffe: Stevia 

Zusätzlich und vermehrt werden mittlerweile diverse natürliche Süßstoffe wie beispielsweise „Stevia“ eingesetzt.

In verschiedenen Nahrungsmitteln werden außerdem niedrig-kalorische Süßmittel eingesetzt wie Zuckeralkohole / Polyole (zum Beispiel Erythrit, Xylit oder Sorbit), die auch in geringer Menge natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommen wie Obst.

 

Wie gesund sind Süßstoffe für den Darm?

In diesem Video bespreche ich welche Süßmittel welche Effekte auf die Darmflora haben können. Nicht alle Süßstoffe sind bislang untersucht und die wenigen Studien bzw. Untersuchungen sind in künstlichen Settings wie in vitro (in der Zellkulturschale) oder im Tiermodell getestet, so dass wir auch noch keine valide Aussage treffen können für die nachhaltigen Auswirkungen von Süßstoffen auf die Gesundheit der menschlichen Darmflora. Aber zumindest haben wir schon erste Anhaltspunkte insbesondere was Saccharin (am besten untersucht), Sucralose, Aspartam, Stevia, Erythrit und Xylit angeht 1–3 4,5.

 

Weil die Aufnahme dieser Süßstoffe aus dem Darm in den Körper gleich abläuft und nicht alle Süßstoffe auf dieselbe Weise verstoffwechselt werden, kann man sich vorstellen, dass alle Süßmittel auch unterschiedliche Effekte auf den Darm und die Darmflora haben.

Mehr dazu im heutigen Video der „Darmsprechstunde“.

 

Fazit

Insbesondere synthetische Süßstoffe HABEN einen Effekt auf die Darmflora. Wie gesund das langfristig für den Darm ist, ist noch nicht sicher. Dafür wären mehr, umfangreichere und längerfristige Human-Studien notwendig. Natürliche Süßstoffe haben bisher zumindest keine negativen Effekte auf die Zusammensetzung der menschlichen Darmflora gezeigt, tendenziell gab es sogar „präbiotische“ Effekte (präbiotisch bedeutet gutes Futter für die Darmbakterien). Aber auch in diesen Fällen braucht es noch viel mehr Untersuchungen und Human-Studien, die umfangreicher und über einen längeren Zeitraum die Gesundheit untersuchen.

 

 

HINWEIS

Aktuell wird durch die europäische Lebensmittelsicherheitsbehöre, die EFSA (European Food Safety Authority) eine Neubewertung der Auswirkungen von Süßstoffen auf die Gesundheit des Menschen vorgenommen. Bis zum 22. November 2019 können Kommentare eingereicht werden.1

Viel Spaß beim Ansehen!

 

 

 

 

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Referenzen

Referenzen

  1. Scientific topic: Süßungsmittel | Europäische Behörde für. https://www.efsa.europa.eu/de/topics/topic/sweeteners. Accessed November 8, 2019.
  2. Ruiz-Ojeda FJ, Plaza-Díaz J, Sáez-Lara MJ, Gil A. Effects of Sweeteners on the Gut Microbiota: A Review of Experimental Studies and Clinical Trials. Adv Nutr. 2019;10(suppl_1):S31-S48. doi:10.1093/advances/nmy037
  3. Suez J, Korem T, Zeevi D, et al. Artificial sweeteners induce glucose intolerance by altering the gut microbiota. Nature. 2014;514(7521):181-186. doi:10.1038/nature13793
  4. Gardana C, Simonetti P, Canzi E, Zanchi R, Pietta P. Metabolism of Stevioside and Rebaudioside A from Stevia rebaudiana Extracts by Human Microflora. J Agric Food Chem. 2003;51(22):6618-6622. doi:10.1021/jf0303619
  5. Sato T, Kusuhara S, Yokoi W, Ito M, Miyazaki K. Prebiotic potential of L-sorbose and xylitol in promoting the growth and metabolic activity of specific butyrate-producing bacteria in human fecal culture. Marchesi J, ed. FEMS Microbiol Ecol. 2017;93(1):fiw227. doi:10.1093/femsec/fiw227

 

 

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